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Aktiv bleiben in der AWO – das ist sehr gut
für ALLE BETEILIGTEN!
In unseren 11 Abteilungen mit ihren 1200
Mitgliedern gibt es vielfältige Anregungen und Aktivitäten: Theater- u.
Konzertbesuche, Tagesfahrten, Gesprächskreise, Spielenachmittage,
gemeinsames Kegeln oder Wandern, Tanzveranstaltungen, Feste je nach
Jahreszeit ergänzen die täglichen gegenseitigen Hilfen und auch die Besuche
zu Hause oder im Krankenhaus.
Jedes mal werden Kontakte gepflegt;
Kontakte, die für alle Beteiligten von großer Bedeutung sind, zeigen sie
doch, wie wichtig wir füreinander sind.
Früher waren die Wissenschaftler davon
überzeugt, dass sich das menschliche Nervensystem nicht erneuern kann.
Inzwischen ist aber bekannt, dass Anregungen, Aktionen sowie sportliche
Aktivität die Neubildung von Nervenzellen fördern. Tag für Tag kommen dabei
im Gehirn eines Erwachsenen einige tausend Nervenzellen hinzu. Im Vergleich
zu den etwa
100 000 000 000 „alten“ ist das scheinbar
nicht viel – aber: “Dafür verfügen die Nachwuchszellen noch über eine
Erregbarkeit, die den alteingesessenen….. längst abhanden- gekommen ist“
(Gerd Kempermann vom Max-Delbrück-Centrum für molekulare Medizin in
Berlin-Buch).
So wie ein Muskel unter Belastung wächst, so
gedeihen die grauen Zellen, wenn man sie fordert. Wer ein körperlich und
geistig aktives Leben führt, der scheint sein Gehirn vor unliebsamen
Verfallserscheinungen im Alter zu schützen.
Zwei Psychologen aus Berlin haben sich
ebenfalls mit dieser Frage beschäftigt:
Ulman Lindenberger und Martin Lövdén vom
Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung berichten von ihrer
Langzeituntersuchung mit 516 Berliner Bürgern im Alter von 70 bis über 100
Jahren.

Gymnastik-Pause
während unseres Seminars im AWO-Schloss Fuchsmühl
Dabei erfassten sie das Ausmaß der „sozialen
Teilhabe“. In Interviews erfragten sie bei den Teilnehmern, ob sie jeweils
am Tag zuvor andere Menschen besucht oder selbst Besucher empfangen hätten.
Auch Hobbys, sowie Restaurant-Besuche, Tanztreffen und kulturelle
Veranstaltungen wurden auf „Aktivitätslisten“ festgehalten.
Ergebnis:
Jene Senioren, die ein
sozialreiches Leben führten, zeigten im Laufe der 8 Jahre dauernden
Untersuchung „einen geringeren Verlust an geistiger Leistungsfähigkeit als
Personen mit einem niedrigeren Ausmaß an sozialer Teilhabe.“
Und sie kommen zu dem Schluss: „Die
schützende Wirkung hoher sozialer Teilhabe besteht vermutlich in ihrer
anregenden Wirkung auf Gehirn und Verhalten.“
Ist das nicht großartig? Auch Sie sollte das
zum Mitmachen ermutigen!
Detlef Schuster
Rosemarie Druba Bärbel Pasche
Kreisvorsitzender stellv. Kreisvorsitzende
Kreiskassiererin
P.S.: Die Zitate entnahmen wir dem Artikel
„Hirn, kuriere dich selbst“ von Jörg Blech im SPIEGEL Nr. 20/2006
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