Nachhaltigkeit bei der AWO Spandau - was heißt das eigentlich genau?

In Zeiten, in denen der Klimawandel sogar von internationalen Spitzenpolitikern öffentlich in Frage gestellt wird, ist es umso wichtiger Themen wie Umweltschutz und Nachhaltigkeit nicht allein politischen Entscheidungsträgern zu überlassen. Schließlich kann jede/r Einzelne einen wertvollen Beitrag hin zu einer ressourcenschonenden, nachhaltigen Gesellschaft leisten. Auch der AWO Kreisverband Spandau tritt für eine nachhaltige Ausrichtung des Kreisverbandes und seiner Einrichtungen ein: Theoretisch und praktisch.

Nachhaltigkeit – das Wort ist ja inzwischen in aller Munde, bleibt aber oftmals abstrakt in der Definition. Doch was heißt es konkret in Theorie und Praxis beim AWO Kreisverband Spandau?

Ganz praktisch bedeutet das beispielsweise in der Geschäftsstelle und den Einrichtungen: LED statt Leuchtstoffröhren, Mülltrennung bzw. Abfallvermeidung, die Installation von Photovoltaikanlagen und der Wechsel hin zu einem Elektroauto.

Nachhaltigkeit in der pädagogischen Arbeit umfasst Umweltbildung in den Kindertagesstätten - von klein auf: Im Rahmen von Projekten sollen die Kinder spielerisch an das Thema herangeführt werden. So ging es in der AWO-Kita „Feldhäuschen“ 2017/18 beispielsweise um Mülltrennung bzw. dessen Vermeidung. Und dies will schließlich erst einmal gelernt sein – am besten einem Experten persönlich. Einer, der es wissen muss: ein Mitarbeiter der Stadtreinigung BSR. Er erklärte den Kindern während seines Besuches in der Einrichtung, welcher Müll in welche Tonne kommt und warum.

Bei dieser einen Aktion allein blieb es natürlich nicht, im Laufe der folgenden 12 Monate kamen jede Menge weitere hinzu: Müllsortieren in der hauseignen Turnhalle, Musizieren oder vielfältige Mal- und Bastelrunden.

Der Höhepunkt des „Nachhaltigkeit“-Jahres der Kindertagesstätte „Feldhäuschen: Das jährliche Sommerfest. Hier konnten Eltern, Freunde und ehemalige Kita-Kinder einen Eindruck davon bekommen, was alles aus Müll entstehen kann - darunter Joghurtbecher-Girlanden, Blumen aus recycelten Flaschendeckeln oder Etageren, bestehend aus Plastikflaschenböden.

Ein weiteres Projekt mit gleichem Ziel und hohem Spaßfaktor: Das Kita-Beet der AWO-Kindertagesstätte „Zwergenwinkel“. Einmal wöchentlich machen die 5 bis 6-jährigen Vorschulkinder einen Ausflug zur Spandauer Umweltstation Hahneberg. Die Einrichtung hat sich auf Umweltbildung für Groß und Klein spezialisiert. Durch das gemeinsame säen, hacken und gießen bekommen die Kinder ein Gespür für Umwelt, Natur und Nachhaltigkeit. Das Highlight in jeder Woche? Natürlich die Ernte der Kräuter und Gemüsesorten – aus denen lässt sich schließlich im Anschluss ein leckeres Mittagessen zaubern.

Im nächsten Jahr feiert die AWO einen ganz besonderen Geburtstag – nämlich ihr 100-jähriges Jubiläum. Gefeiert wird mit vielen festlichen Aktivitäten in Bund, Land und Kreis. Und auch der AWO-Kreisverband Spandau plant ein ebenso buntes, wie ökologisch „grünes“ Programm im Bezirk.

Ein Event, bei dem mit Sicherheit nicht nur zurück in die Vergangenheit der traditionsreichen Arbeiterwohlfahrt geschaut wird. Es wird vor allem auch in die Zukunft geblickt werden. Denn: nach 100 Jahren ist schließlich vor 100 Jahren. Und das Thema Nachhaltigkeit ist in diesem Jahrhundert eine der zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen. Diese anzunehmen und anzugehen wird Voraussetzung für eine solidarische Zukunftsperspektive aller nachfolgender Generationen sein.

Bleibt festzuhalten: Nachhaltiges Handeln lohnt sich - im Großen wie im Kleinen. Letzteres werden auch die AWO-Kita-Kinder nach ihrem Themenjahr „Nachhaltigkeit“ bestätigen können.

 

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