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Wo die wilden Tiere wohnen

Im Garten spielen ist toll - klar - aber einen ganzen Wald erkunden ist ein regelrechtes Abenteuer. Und auf dieses begeben sich die Kinder der AWO-Kita Zwergenwinkel einmal in der Woche. Der Spandauer Forst ist schließlich nicht weit weg und mit dem Bus schnell erreicht - da steht einem Ausflug ins Grüne nichts entgegen.

„Seht ihr die Spinne hier?“ fragt Erzieher Martin Niebel die rund 9 Kinder, die heute mit zum Waldspaziergang gekommen sind. Nein, sehen tun die Kinder im ersten Moment nichts. Die kleine braune Spinne ist kaum vor dem Hintergrund der Bäume zu entdecken. Kein Wunder: Braune Spinne vor herbstlich-braunen Blättern – die perfekte Tarnung! Erst als er seine Hand hinter die Spinne hält, um sie vom Hintergrund abzuheben, ertönt ein lautes „Aaaahhhh“ von allen Seiten. Spinnen-Tarnung aufgeflogen!

Einmal die Woche machen die Kinder der AWO-Kita Zwergenwinkel einen Ausflug in den Spandauer Forst, der bequem mit dem Bus erreichbar ist. Rund 3 Stunden nehmen sie sich dann Zeit durch den Wald zu gehen - schließlich gibt es hier viel zu erkunden: Die Spinne war erst der Anfang!

Es gibt noch viel größere Tiere im Spandauer Forst zu entdecken. Auf ihrem weiteren Weg kommt die 9-köpfige Kita-Gruppe am Freigehege der Hirsche vorbei. Die kommen sofort neugierig an, hoffen auf Futter und werden nicht enttäuscht. Denn das ist ein Highlight für die Kita-Kinder - die Fütterung: Hierfür wurde eigens trockenes Brot mitgenommen. Auch die Wildschweine, auf welche die 4-Jährigen beim nächsten Gehege treffen, freuen sich über einen extra Snack. „Es geht darum, denn Kinder den Wald zu zeigen und ihnen etwas über die Natur beizubringen. Beispielsweise, dass es Tiere gibt, die nur bei Regen rauskommen. So etwas wissen viele nicht.“ erklärt Martin Niebel die pädagogische Idee hinter dem wöchentlichen Ausflug. Überhaupt sei der Wald ein besonderes Erlebnis für viele Kinder, die solche Ausflüge in die Natur sonst eher selten unternehmen.

Doch ebenso wichtig, wie der Lerneffekt: Die Kinder haben die Möglichkeit nach Herzenslust zu toben. Und das machen sie – und wie! Es wird gerannt, auf Baumstämmen balanciert, Stöcke werden gesammelt, die als Trophäe mitgenommen werden wollen. „Zudem regt eine neue Umgebung zum Experimentieren an“. Beim nächsten Mal hätten die Kinder bereits einen ganz anderen Blick auf die Umgebung, bestätigt Niebel seine Erfahrung.

Nach einer Stärkung am Enten-Weiher, wo alle ihre mitgebrachten Brote essen, geht es denselben Weg wieder zurück Richtung Bushaltestelle: Tschüss Enten, tschüss Wildschweine, tschüss Hirsche! Die großen Stöcke, die inzwischen den ganzen Weg mitgetragenen worden sind, müssen leider im Wald bleiben. Macht nichts - die Kinder der AWO-Kita Zwergenwinkel - sie kommen ja schließlich wieder - spätestens nächsten Freitag sind sie zurück!