Datenschutzinformation nach Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)

  • Art.13 (bei Erhebung von personenbezogenen Daten bei der betroffenen Person)
  • Art.14 (bei Erhebung von personenbezogenen Daten nicht bei der betroffenen Person)
  • und Art. 21 (Widerspruchsrecht)

Die folgenden Informationen geben einen Überblick über die Verarbeitung personenbezogener Daten durch den AWO Kreisverband Spandau e.V. und die Rechte, die sich ab dem 25.05.2018 aus der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) ergeben.

Diese Datenschutzinformation gilt für die Arbeitsbereiche Kindertagesstätten, offener Ganztagsbetrieb an Grundschulen, Tagespflege und Wohnen für ältere Menschen sowie AWO Schuldner- und Insolvenzberatung.

1. Wer ist für die Datenverarbeitung verantwortlich und an wen kann ich mich wenden?

1.1. Verantwortliche Stelle:

AWO Kreisverband Spandau e.V.
Rodensteinstraße 11
13593 Berlin
Telefon: 030 / 565 99 00-0
Telefax:  030 / 565 99 00-20
info(at)awo-spandau.de

1.2. Kontaktdaten des Datenschutzbeauftragten:

Martin Mielke
3G Business Datenschutz GmbH
Postadresse:
Michaelkirchplatz 5
10179 Berlin
Telefon: 0162 / 1007910
mielke(at)3g-business.de

2. Aus welchen Quellen stammen die Daten?
Der AWO Kreisverband Spandau e.V. verarbeitet personenbezogene Daten, die er im Rahmen der Beratung und der Betreuung in den Einrichtungen des AWO Kreisverband Spandau e.V. von den betroffenen Personen erhält.

3. Welche Daten werden verarbeitet?
Es werden folgende Kategorien personenbezogener Daten verarbeitet:

Kindertagesstätten

  • Adresse/Kontaktdaten
    (z. B. auch von Dritten wie Sorgeberechtigte, Abholer*innen, Betreuer*in)
  • Personendaten Kind (z. B. Name, Geburtsdatum)
  • Personendaten Sorgeberechtigte
  • Beurteilung Lerntagebuch
  • Fotos der Kinder
  • Daten zu Befreiungen und/oder Ermäßigungen (z. B. Antragsdatum, Zeitraum der Befreiung/Ermäßigung)

Tagespflege

  • Adresse/Kontaktdaten
    (z. B. auch von Dritten wie gesetzliche Betreuer*in, Abholer*innen)
  • Personendaten (z. B. Name, Geburtsdatum)

Schuldner- und Insolvenzberatung

  • Adresse/Kontaktdaten
    (z. B. auch von Dritten, wie gesetzliche Betreuer*in)
  • Personendaten (z. B. Name, Geburtsdatum)
  • Daten zu den Einnahmen und Ausgaben, Verbindlichkeiten
  • Buchungsbelege (z. B. zu Forderungen, Zahlungen, Lastschriften)
  • Daten zu Insolvenzen (z. B. zu Schuldenbereinigungsplänen, zur Insolvenzeröffnung)

Allgemein

  • Bankverbindung/Mandat
    (z. B. IBAN, Namen und Adresse eines/einer Dritten, sofern ein entsprechendes Mandat erteilt wurde)
  • archivierter Schriftwechsel (ausgehender und eingehender Schriftverkehr zum Beitragskonto)

4. Auf welcher Rechtsgrundlage, zu welchem Zweck werden die Daten verarbeitet?
Der AWO Kreisverband Spandau e.V. verarbeitet personenbezogene Daten im Einklang mit den Bestimmungen der EU-DSGVO:

4.1. Verarbeitung für die Erfüllung eines Vertrags, dessen Vertragspartei die betroffene Person ist, oder zur Durchführung vorvertraglicher Maßnahmen Art. 6 Abs.1 Buchst. b EU-DSGVO
In den Aufgabenbereichen des AWO Kreisverbands Spandau e.V. werden wir mit Ihnen einen Betreuungs- oder Beratungsvertrag abschließen oder eine entsprechende Vertragsbeziehung (Anmeldung zu einer Veranstaltung) eingehen. Dieser Vertrag ist die Grundlage für die zweckgebundene Erhebung und Verarbeitung von personenbezogenen Daten.

4.2. Verarbeitung aufgrund einer Einwilligung, Art.6 Abs.1 Buchst. a EU-DSGVO
Der AWO Kreisverband Spandau e.V. erhebt personenbezogene Daten auf der Basis einer Einwilligung, um die Angebote und Beratung möglichst effektiv, aber auch im Interesse der Personen, die betreut werden, zu gestalten. Einwilligungen werden eingeholt für die Nutzung von Kontaktdaten, ein SEPA-Lastschriftmandat, die Veröffentlichung von Fotos auf Flyern sowie im Internet, bei der Schuldner- und Insolvenzberatung sowie bei dem fachlichen Austausch mit Ärzten und Pflegeeinrichtungen auf der Basis einer Schweigepflichtentbindung.

4.3. Verarbeitung für die Wahrnehmung einer Aufgabe, die im öffentlichen Interesse liegt, Art.6 Abs.1 Buchst. e EU-DSGVO
Der AWO Kreisverband Spandau e.V. bietet in den Aufgabenbereichen Kita, Tagesbetreuung und Schuldner- und Insolvenzberatung Leistungen im öffentlichen Interesse für Bürger der Stadt Berlin an. Das öffentliche Interesse leitet sich aus den Zuschüssen ab, die der AWO Kreisverband Spandau e.V. von Behörden und Sozialkassen erhält.

4.4. Verarbeitung zur Erfüllung rechtlicher Verpflichtungen, Art.6 Abs.1 Buchst. c EU-DSGVO
Der AWO Kreisverband Spandau e.V. ist in den verschiedenen Aufgabenbereichen gesetzlich verpflichtet, bestimmte Daten zu erheben und, soweit ein Gesetz dies vorschreibt, diese Daten auch an Behörden weiterzuleiten. Beispielsweise sind Meldungen von ansteckenden Krankheiten oder bei dem Verdacht auf Kindeswohlgefährdung gesetzlich vorgeschrieben.

Der AWO Kreisverband Spandau e.V. verarbeitet personenbezogene Daten zur Erfüllung gesetzlicher Aufbewahrungspflichten nach dem Handelsgesetzbuch und der Abgabenordnung (siehe auch die Ausführungen unter „Wie lange werden die erhobenen personenbezogenen Daten gespeichert?“).

4.5. Verarbeitung im Rahmen des eigenen berechtigten Interesses, Art. 6 Abs. 1 Buchst. f EU-DSGVO
Die Erhebung von Nutzerdaten bei der Nutzung der Internetseiten des AWO Kreisverband Spandau e.V. erfolgt im eigenen berechtigten Interesse. Die konkreten Hinweise zu den Arten der Daten, die im Internet erhoben werden, sind in der Datenschutzerklärung der jeweiligen Internetseite erläutert.

5. Wer bekommt die Daten?
Innerhalb des AWO Kreisverband Spandau e.V. erhalten diejenigen Stellen Zugriff auf personenbezogene Daten, die diese zur jeweiligen rechtmäßigen Aufgabenerfüllung benötigen. Insbesondere werden personenbezogene Daten bei medizinischen oder sozialen Meldepflichten an Behörden weitergeleitet.

Auch vom AWO Kreisverband Spandau e.V. beauftragte externe Dienstleister können zu diesen Zwecken personenbezogene Daten erhalten, wenn sie Garantie dafür bieten, dass geeignete technische und organisatorische Maßnahmen so durchgeführt werden, dass die Verarbeitung im Einklang mit der EU-DSGVO erfolgt und den Schutz der Rechte der betroffenen Person gewährleistet.

Empfänger von personenbezogenen Daten können sonstige Dritte sein, für die die betroffenen Personen eine Einwilligung zur Datenübermittlung erteilt haben oder wenn eine rechtliche Befugnis zur Datenübermittlung besteht (z. B. Betreuer/in, Rechtsanwaltschaft, Insolvenzverwalter/in).

6. Werden Daten in ein Drittland oder an eine internationale Organisation übermittelt?
Es findet keine Übermittlung personenbezogener Daten an ein Drittland (Staaten außerhalb der Europäischen Union bzw. dem Europäischen Wirtschaftsraum) oder eine internationale Organisation statt.

7. Wie lange werden die erhobenen personenbezogenen Daten gespeichert?
Die erhobenen Daten werden vom AWO Kreisverband Spandau e.V. unverzüglich gelöscht, wenn feststeht, dass sie für die Zwecke, für die sie erhoben wurden, nicht mehr benötigt werden, die betroffene Person ihre Einwilligung, auf die eine Verarbeitung gestützt wurde, widerruft oder personenbezogene Daten unrechtmäßig verarbeitet wurden. Eine Löschung der entsprechenden Daten erfolgt z. B., wenn keine Geschäftsbeziehung mehr besteht, oder aufgrund des Widerrufs einer Einwilligung oder eines erteilten SEPA-Lastschriftmandats. Eine Löschung erfolgt jedoch zunächst nicht, wenn die Verarbeitung der Daten zu folgenden Zwecken weiterhin erforderlich ist:

  • Erfüllung handels- und steuerrechtlicher Aufbewahrungspflichten (z. B. Handelsgesetzbuch, Abgabenordnung). Die dort vorgegebenen Fristen zur Aufbewahrung bzw. Dokumentation betragen bis zu zehn Jahre. ?
  • Die jeweiligen Aufbewahrungs- beziehungsweise Löschfristen sind in einem Löschkonzept dokumentiert.
  • Aufbewahrung aufgrund von gesetzlichen Verjährungsvorschriften:?Nach den §§ 195 ff. des Bürgerlichen Gesetzbuchs und der Verwaltungsverfahrensgesetze der Länder können diese Verjährungsfristen bis zu 30 Jahre betragen, wobei die regelmäßige Verjährungsfrist 3 Jahre beträgt.
  • Sofern Daten lediglich noch zu den vorgenannten Zwecken aufbewahrt werden, ist der Zugriff auf diese Daten eingeschränkt, d. h. sie stehen der Sachbearbeitung in der Regel nicht mehr zur Verfügung (Sperrung). Die Daten sind nicht mehr veränderbar und werden ausschließlich auf der Basis von gesetzlichen Vorschriften aufbewahrt.

8. Welche Datenschutzrechte bestehen?
Jede betroffene Person hat in Bezug auf ihre personenbezogenen Daten im Umfang der Bestimmungen der EU-DSGVO das Recht auf Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung der Verarbeitung und auf Widerspruch. Ein Recht auf Datenübertragbarkeit nach Art. 20 EU-DSGVO besteht gegenüber dem AWO Kreisverband Spandau e.V.  nicht, da die Verarbeitung personenbezogener Daten gemäß Art. 20 Abs. 3 Satz 2 EU-DSGVO für die Wahrnehmung einer Aufgabe erforderlich ist, die im öffentlichen Interesse liegt.

8.1. Recht auf Auskunft, Art.15 EU-DSGVO:
Die betroffene Person hat nach Art. 15 Abs. 1 das Recht, eine Bestätigung darüber zu verlangen, ob sie betreffende personenbezogene Daten verarbeitet werden. Ist dies der Fall, hat sie ferner ein Recht auf Auskunft über diese personenbezogenen Daten und auf die Informationen gemäß Art.15 Abs.1 Buchst. a bis h EU-DSGVO.

8.2. Recht auf Berichtigung, Art.16 EU-DSGVO:
Sollten die vom AWO Kreisverband Spandau e.V.  verarbeiteten personenbezogenen Daten unrichtig oder unter Berücksichtigung der Verarbeitungszwecke unvollständig sein, besteht nach Art.16 EU-DSGVO das Recht, eine Berichtigung bzw. eine Vervollständigung der personenbezogenen Daten zu verlangen.

8.3. Recht auf Löschung, Art.17 EU-DSGVO:
Nach Art.17 Abs. 1 EU-DSGVO besteht das Recht, eine Löschung personenbezogener Daten zu verlangen, wenn die Verarbeitung personenbezogener Daten aus einem der in dieser Vorschrift genannten Gründe unzulässig ist. Eine Löschung kann nicht verlangt werden, sofern die (weitere) Verarbeitung zur Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung erforderlich ist (Art.17 Abs. 3 EU-DSGVO). Hierbei kommen insbesondere gesetzliche Aufbewahrungspflichten des AWO Kreisverband Spandau e.V.  in Betracht. Ein Recht auf Löschung personenbezogener Daten besteht demnach nicht, wenn die im obigen Abschnitt „Auf welcher Rechtsgrundlage und zu welchem Zweck werden die Daten verarbeitet?“ genannten Verarbeitungszwecke weiterhin vorliegen oder gesetzliche Regelungen den AWO Kreisverband Spandau e.V. verpflichten, die Daten weiterhin aufzubewahren (siehe auch die Ausführungen unter „Wie lange werden die erhobenen personenbezogenen Daten gespeichert?“).

8.4. Recht auf Einschränkung der Verarbeitung, Art.18 EU-DSGVO:
Unter den Voraussetzungen des Art.18 Abs.1 Buchst. a bis d EU-DSGVO hat die betroffene Person die Möglichkeit, die Einschränkung der Verarbeitung (Sperrung) zu verlangen. Dies kann z. B. dann der Fall sein, wenn die betroffene Person die beim AWO Kreisverband Spandau e.V. gespeicherten Daten zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen benötigt und die Daten deshalb noch nicht gelöscht werden sollen.

8.5. Wichtiger Hinweis: Einzelfallbezogenes Recht auf Widerspruch, Art.21 EU-DSGVO:
Die Verarbeitung personenbezogener Daten durch den AWO Kreisverband Spandau e.V. ist für die Wahrnehmung einer Aufgabe erforderlich, die im öffentlichen Interesse liegt (Art.6 Abs. 1 Buchst. e EU-DSGVO). Es besteht daher das Recht, gegen die Verarbeitung personenbezogener Daten Widerspruch einzulegen, sofern bei der betroffenen Person Gründe vorliegen, die sich aus ihrer besonderen persönlichen Situation ergeben. Die Gründe sind nachzuweisen.

In der Regel liegen jedoch beim AWO Kreisverband Spandau e.V. zwingende schutzwürdige Gründe für die Verarbeitung vor, die die Interessen, Rechte und Freiheiten der betroffenen Person überwiegen. Sollte ein Widerspruch gegen die Verarbeitung der personenbezogenen Daten eingelegt werden, so kann in der Regel die Leistung durch den AWO Kreisverband Spandau e.V. nicht mehr erbracht werden. Dies hat dann die Kündigung der Leistung zur Folge.

Sofern die Verarbeitung der Daten auf eine erteilte Einwilligung gestützt wird, kann diese jederzeit widerrufen werden. Dies gilt auch für den Widerruf von Einwilligungserklärungen, die vor der Geltung der EU-DSGVO, also vor dem 25. Mai 2018, dem AWO Kreisverband Spandau e.V. gegenüber erteilt worden sind. Der Widerruf der Einwilligung lässt die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf verarbeiteten Daten unberührt.

9. Besteht ein Recht auf Beschwerde?
Jede betroffene Person hat das Recht auf Beschwerde bei der nach Landesrecht für den AWO Kreisverband Spandau e.V. zuständigen Aufsichtsbehörde (Art.77 EU-DSGVO).

Berliner Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit
Friedrichstr. 219
10969 Berlin
Tel.: +49 (0)30 13889-0
Fax: +49 (0)30 2155050
mailbox(at)datenschutz-berlin.de

10. Gibt es für die betroffene Person eine Pflicht zur Bereitstellung ihrer Daten?
Im Rahmen der Geschäftsbeziehung mit dem AWO Kreisverband Spandau e.V. müssen nur diejenigen personenbezogenen Daten bereitgestellt werden, die für die Aufnahme und Durchführung einer Geschäftsbeziehung erforderlich sind oder zu deren Erhebung der AWO Kreisverband Spandau e.V. gesetzlich verpflichtet ist.

In der Regel sind die Erstberatung von Personen auch ohne Angabe von personenbezogenen Daten möglich. Lediglich bei weiterführenden Beratungen, einer Anmeldung für die Tagespflege oder für einen Kita-Platz ist die Angabe der zweckgebunden erforderlichen personenbezogenen Daten erforderlich.

Ohne diese Daten wird der AWO Kreisverband Spandau e.V. in der Regel den Abschluss des Vertrages, die Weiterführung der Beratung oder die Ausführung des Auftrages ablehnen müssen oder einen bestehenden Vertrag nicht mehr durchführen können und gegebenenfalls beenden müssen.

11. In wieweit gibt es eine automatisierte Entscheidungsfindung oder findet Profiling statt?
Eine automatisierte Entscheidungsfindung im Einzelfall einschließlich Profiling gemäß Art. 22 EU-DSGVO findet beim AWO Kreisverband Spandau e.V. nicht statt. Auch Wahrscheinlichkeits- oder Scorewerte werden vom AWO Kreisverband Spandau e.V. nicht erhoben oder gespeichert.

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