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"Graffiti bedeutet Fantasie, Handwerk und Kunst"

Jugendliche aus Spandau und Marzahn, die vom Diesterweg-Stipendium gefördert werden, lernten die Subkultur Graffiti kennen und durften auch selbst sprühen - ganz legal natürlich!

Was ist urbane Kultur und ist Graffiti auch Kunst? Warum entstehen Graffitis oft nachts? Oder warum werden Züge oder Wände, die so hoch und praktisch unerreichbar sind, von Künstler/-innen bevorzugt? Diesen Fragen gingen die Diesterweg-Stipendiat/-innen in einem Graffitiworkshop auf den Grund. Gerade in Berlin ist es auffällig, wie viele Graffitibilder die Stadt bunt machen. Oftmals groß und gewollt, aber manchmal geheimnisvoll und illegal angebracht. Von der Außenwelt verborgen, hat diese Szene ihre eigenen Gesetze, Regeln und Sprache.

Während einer einstündigen Entdeckungstour durch den Stadtteil Friedrichshain zeigte der Graffitikünstler Juri den Diesterweg-Gruppen aus Spandau und Marzahn viele verschiedene Graffitis, erklärte die verschiedenen Styles, Techniken und Motive. Mit packenden Insider-Storys begeisterte er die Jugendlichen für diese Subkultur und im anschließenden dreistündigen Workshop im Mauerpark konnten sie dann auch selbst an der Mauer loslegen.

"Ein Graffitiworkshop ist aus unserer Sicht ein sinnvoller und auch präventiver Beitrag in der Jugendarbeit", erklärt der Workshopleiter. "Graffiti bedeutet Fantasie, Handwerk und Kunst," fügt er hinzu. Auch Tatjana Pupol, Projektkoordinatorin des Diesterweg-Stipendiums für Marzahn ist begeistert: "Die Jugendlichen lernen sich kreativ auszuleben, es steigert das Selbstvertrauen, die Kommunikations- und Teamfähigkeit."