Lernen mit allen Sinnen

Für Erzieherin Cordula unserer Kita Wundertüte spielt das Thema "Lernen mit allen Sinnen" eine große Rolle in ihrer Arbeit mit den Vorschulkindern – und genau darum drehte sich ein Projekt, das allen viel Spaß gemacht hat.

"Viel zu oft richten wir unsere Aufmerksamkeit auf die visuelle Wahrnehmung, also, auf das, was wir sehen", erklärt die Erzieherin. "Wir können aber beispielsweise Formen wie Kreis, Viereck oder Rechteck nicht nur lernen, in dem wir sie ansehen, sondern auch in dem wir sie mit unseren Händen ertasten. Das hat wirklich Spaß gemacht und die Kinder haben dabei mit Raute und Trapez sogar noch neue Formen kennengelernt. Danach haben wir die Raum-Lage-Wahrnehmung und das räumliche Denken gefördert, in dem sich jedes Kind mit dem jeweils gleichen Set an geometrischen Figuren ein Gebilde ausdenken konnte, das die anderen nachbauen sollten. Das war auch für die Erwachsenen manchmal kniffelig!

Ein weiteres Highlight war das 'Umranden', bei dem die Körperwahrnehmung und die Wahrnehmung der Körpergrenzen gefördert wurden. Ein Kind legte sich dabei auf den Boden und das andere Kind legte viele Schwämmchen um dessen Körper. Dann stieg das Kind vorsichtig aus seiner Umrandung hinaus. Beim Umlegen spürte es seine Körpergrenzen und danach konnte es die Umrandung des eigenen Körpers betrachten. Auch das andere Kind wurde darin sensibilisiert, die Körpergrenzen des Kindes wahrzunehmen, dessen Körper es umrandet hat."